Schleswig-Holstein galt lange als Land der politischen Skandale. Begriffe wie „Waterkantgate“ und „Heide-Mörder“ prägten das öffentliche Bild. Heute steht es eher für eine pragmatische Politik, die das Land vergleichsweise ruhig durch die Stürme der Gegenwart zu steuern scheint und von einem konstruktiven Miteinander mit den Minderheiten und den dänischen Nachbarn geprägt ist. Doch was ist dran an diesem Bild?
Auf der Seeburg wollen wir der Politik im „echten Norden“ auf den Zahn fühlen. Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Medien diskutieren wir darüber, was die Politik zwischen Nord- und Ostsee prägt. Ist es die Nähe zu Skandinavien, die Mentalität der Menschen oder doch eher strukturelle Aspekte wie die kleinteilige Kommunalstruktur oder die Distanz zu den bundespolitischen Debatten? Und ist die Politik in Schleswig-Holstein überhaupt so anders, oder handelt es sich hier doch eher ein Selbstbild, das die Schleswig-Holsteiner*innen gern von sich zeichnen?
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Wie steht es um politische Teilhabe und Repräsentation? Wie gelingt es, junge Menschen für Politik und Ehrenamt zu gewinnen? Werden die Anliegen migrantischer Communities ausreichend gehört und teilen Sie den Blick auf das Land? Und welche Herausforderungen werden die politische Debatte in Schleswig-Holstein künftig prägen?
Auf dem Podium sitzen:
- Dr. Christian Meyer-Heidemann, Landesbeauftragter für politische Bildung
- Stefan Eilts, Leiter der Politikredaktion des NDR Schleswig-Holstein
- Prof. Dr. Lale Yildirim, Professorin für Didaktik der Geschichte am Historischen Seminar der CAU
- Tobias Arturo Del Castillo Campos vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der CAU.
Moderiert wird die Veranstaltung von NN (NDR).
Von:
19:00 - 21:00 Uhr
Ort:
Seeburg
Düsternbrooker Weg 2
24105 Kiel
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Veranstalter*In:
Projekt Seeburg, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel / Landesbeauftragter für politische Bildung